Analyse eines Niedergangs

 

Einleitung

Nachfolgende Publikation stellt eine Analyse einer Reihe von wesentlichen Teilaspekten dar, die in Summe zu dem heutigen Weltwirtschafts- und Kulturdesaster führten. Allen Teilaspekten wohnt eine Eigenschaft inne, die heute ganz allgemein nicht gewürdigt wird. Was AN SICH schon unverständlich genug ist.
  Grundsätzlich ist jede Idee denk- und umsetzbar. Auch jede Entwicklung in ebenso jede Richtung ist möglich. Diese Wahl steht uns frei. Wir erleben das jeden Tag, jede Stunde, jeden Augenblick. Seit Anbeginn. Was dabei wohl nicht bedacht wird, ist das Faktum der Eigendynamik die jede Entwicklung erfährt.- Hier ist also buchstäblich alles möglich1.
  Das Problem, welches sich dabei eröffnet ist zwar subtil, aber nur teilweise korrigierbar: handelt es sich um einen kontraproduktiven Gedankengang, erfährt diese Richtungswahl durch unausgesetzte Impulszulagen eine Eigendynamik, die immer mehr Korrekturaufwand erfordert, bis sie nicht mehr korrekturfähig ist und letztlich außer Kontrolle gerät. Es fängt immer mit einem einfachen Gedanken an. Es könnte dann auch eine simple Waffensystementwicklung sein. Oder eine projektierte Marktvormachtstellung, ein Regierungsamt, ausgesuchte Asozialität, oder sonstiger Unsinn2.
  Entscheide ich mich aber für konstruktive Gedankengänge und Handlungen, ist ein Korrekturbedarf in weiterer Folge kaum notwendig, da durch die gleichartige Impulszuführungen eine Eigendynamik der eingeschlagenen Richtungswahl mit einen positiven Zusatzeffekt entsteht, wie sonst durch nichts anderes. Konstruktive Gedankengänge, Entscheidungen und Handlungen geraten aus diesem Grunde auch nicht außer Kontrolle3. Das ist dem System bzw. der Richtungswahl immanent – so wie das alleine von der persönlichen Entscheidung abhängt wohin die Reise führen soll.
  Am ersten Blick mag die Einfachheit dieses Phänomens verblüffen, wo es doch altgediente Institutionen gäbe die „notorisches Bravsein― bewerben und mit Sitzplätzen im Jenseits linkerhand und rechterhand Gottes belohnen. Warum gerade diese leitenden Gutmenschen so rapiden Mitgliederschwund unterliegen liegt ganz einfach daran, als diese Machtstrukturen den Menschen immer vorenthielten, dass „Bravsein― purer Eigennutz und nichts mit unbeweisbaren Sitzplatzanordnungen linkerhand oder rechterhand Gottes im Jenseits zu tun hat.- Am zweiten Blick wird hiemit die Erklärung geliefert warum es unter gar keinen Umständen zu einer echten Korrektur kommen darf. Es wären so viele Menschen von einem Augenblick zum nächsten arbeitslose Dummköpfe, Jahrhunderte der Mainstreamforschung hinfällig, machtbezogene Lügengebäude würden schlagartig kollabieren….-
  Nachdem uns sämtliche Verantwortungsträger lange genug im Regen stehen ließen, kümmern wir uns hinkünftig ausschließlich selber um unsere ureigenen Belange. Unabhängigkeit ist keine Utopie.
Nachfolgend werden wesentliche Entwicklungsbereiche vorgestellt, die allesamt von Anbeginn weg nicht den produktiv-konstruktiven Kurs beschritten haben und dadurch im Zusammenwirken zu diesem fulminanten Niedergang führen, wie wir ihn soeben hautnah miterleben (müssen).
  Frei nach dem eingangs erwähnten Motto „Grundsätzlich ist jede Idee denk- und umsetzbar― – werden aber ebenso konstruktive Alternativen vorgestellt.

3 Je besser eine Entwicklung ausfällt, desto höheres Missbrauchspotential wohnt ihr inne.
2 …wenn einmal von kontraproduktiven Einflussnahmen abgesehen wird.
1 Siehe dazu auch die gesammelten Publikationen eines Rupert Sheldrake - morphogenetische Felder betreffend, das Bell´sche Theorem uam.

 

Die vielen Löcher im Hausverstand

Die Vorgeschichte:
Rund um die Jahrtausendwende kritisierte der Berufshandel des Finanz- und Bankensektors die Einlagenhöhe der Privathaushalte bei den Banken, mit der Begründung geparktes Geld würde dem Wirtschaftskreislauf entzogen und wäre demgemäß als unproduktives Vermögen einzustufen.
  Dem folgte in Reaktion darauf die Einführung der Kapitalertragssteuer der damaligen Bundesregierung auf dem Fuß. Nahezu zeitgleich wurden Aktienkurse salonfähig gemacht, indem jeder Jugendsender, jedes Zeitgeistmagazin, kurz die ganze Journaille darüber regelmäßig berichtete und kostenlose Werbung für den Finanzsektor betrieb. Hand in Hand damit präsentierte sich die reorganisierte Börsenlandschaft mit weiteren, völlig neuen Produkten, die Anlass zu scheinbar grenzenloser Hoffnung die zukünftige Wirtschaftslage betreffend gaben. Die Reorganisation bestand darin von berechenbarem Devisen- und Rohstoffhandel zu Derivaten, Optionen, Hedgefonds, Termingeschäften und anderen Wettmöglichkeiten, - allesamt Casinoprodukte - auszuweiten. Man könnte diese Reorganisation auch kurz und bündig als Umstieg auf Luftgeschäfte bezeichnen.

Das eigentliche Drama:
Die einmal ins Leben gerufene Blase gedieh rasch und eindrucksvoll. Immer mehr private Anleger ließen sich mit falschen Animationen ködern und investierten in diese Casinoprodukte. Die erfolgreichsten Gewinner wurden in der medialen Auslage - rein zufällig - besonders hervorgehoben, um damit weitere Vorsorgesparer von ihrem Sparbuch loszueisen und vermehrt Spielgeld zu lukrieren. Wie bei einem Pyramidenspiel überschlugen sich anfänglich die Erfolgsmeldungen, um den Katzenjammer sehr bald absehbar zu machen. Die Immobilienkrise zog im Herbst 2006 unaufhaltsam über den Horizont herauf, einschlägige Nachrichtendienste warnten bereits massiv vor dem Showdown. Ende 2008 war der erste Teil der geplanten Geldvernichtungsaktion abgeschlossen, viele Anleger waren um ihren Anteil erleichtert worden, dazu zahlreiche unliebsame Konkurrenzbanken ausgeschaltet. Solchermaßen wurde unproduktives Vermögen unschädlich gemacht. War es das was der Berufshandel und die Politik beabsichtigten?
  Die dadurch entstehenden Lateralschäden in der Wirtschaft der Massenproduktionsbetriebe, allen voran Automobil- und Bauindustrie, Stahlindustrie und Versicherungsbereich mit dem gesamten Sekundärlieferantenmarkt veranlasste die betroffenen Stellen, so wie in ganz normalen wirtschaftlichen Kleinflauten zu reagieren, indem Arbeitsplätze abgebaut, die Produktion rationalisiert und gestrafft, oder Kurzarbeit á lá Salami-Taktik angemeldet wurden. Neben den in solchen Situationen üblichen Sonderrabatten und Abverkäufen. Die politischen Führungen überboten sich international in ungedeckten Versprechungen und Kapitalgarantien, aber an einer grundsätzlichen Änderung des materialistischen Wirtschafts- und Wertesystems wurde deshalb noch überhaupt nicht gedacht.

Kapitalismus oder Kommunismus, welche Ideologie ist die Bessere?
Die besondere Erkenntnis: Im Kommunismus werden die Banken zuerst verstaatlicht und danach gehen sie pleite. Im Kapitalismus ist es umgekehrt. Hier gehen sie zuerst pleite und danach werden sie verstaatlicht.

Im Prinzip kann diese absehbare „Krise― nur als von langer Hand vorbereitete Strukturbereinigung der Marktführer auf Kosten der Mitbewerber und des Endverbrauchers übertitelt werden. Wie wenig hier in weiterer Folge grundlegender Sachverstand Regie führte und führt ist darin zu erkennen, dass die Krise mit einer verstärkten Fortsetzung deren Ursachen bekämpft wird und werden soll, im Klartext: Irrsinnsschuldenstände sollen mit neuen, ungedeckten Krediten getilgt, Löcher mit der Schaffung noch größerer Löcher zum Verschwinden gebracht werden. Eine explizit intellektuelle Spitzenleistung, die förmlich nach einem Ig-Nobelpreis schreit4.

4 Man glaubt es nicht: viele Menschen halten die Neuverschuldung zum Altlastenabbau für eine sinnvolle Maßnahme, das ist in etwa gleichzusetzen mit der Akzeptanz von „ein bißchen Schwanger sein wollen―, dem Glauben an den Weihnachtsmann, oder, dass die Erde eine Scheibe ist…

1 Siehe dazu auch die gesammelten Publikationen eines Rupert Sheldrake - morphogenetische Felder betreffend, das Bell´sche Theorem uam.

2 Je besser eine Entwicklung ausfällt, desto höheres Missbrauchspotential wohnt ihr inne.

3 …wenn einmal von kontraproduktiven Einflussnahmen abgesehen wird.

4 Man glaubt es nicht: viele Menschen halten die Neuverschuldung zum Altlastenabbau für eine sinnvolle Maßnahme, das ist in etwa gleichzusetzen mit der Akzeptanz von „ein bißchen Schwanger sein wollen―, dem Glauben an den Weihnachtsmann, oder, dass die Erde eine Scheibe ist…

 

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